Erfassung Vogelzug im Kiebitzgrund im Herbst 2017

- Der Durchzug der Kraniche steht kurz bevor -

Der Verein Pro Lebensraum Kiebitzgrund e.V. ruft wieder alle Vogelfreunde in und um den Kiebitzgrund zur Erfassung des Kranichzuges auf.

Der NABU schildert die derzeitige Situation auf den Sammelplätzen wie folgt:

Bereits 50.000 Kraniche im Havelluch und 20.000 am Ostseebodden

Von der Boddenküste über das Havelland bis zur Moorgeest versammeln sich immer mehr Kraniche. Insgesamt sind schon rund 100.000 der grauen Schreitvögel im Land. Zur Nahrungssuche nutzen sie vor allem Stoppeläcker. Besonders nahrhafte Maiskörner haben es ihnen angetan.

04. Oktober 2017 – In weniger als einer Woche hat sich die Zahl an den Linumer Teichen im Havelland rastenden Kraniche mehr als verdoppelt. Hielten sich am 26. September dort noch rund 20.000 Kraniche auf, ergab die Zählung am Tag der Deutschen Einheit bereits 48.985 Rastvögel. Da die Saison etwas schleppend in Gang kam, war dies die erste genaue Zählung in diesem Herbst.

An der Boddenküste rund um das NABU-Kranichschutzzentrum Groß Mohrdorf treffen ebenfalls immer mehr Kraniche ein. Binnen Wochenfrist stieg die Zahl an der Darß-Zingster-Boddenkette und rund um Rügen von 16.000 auf knapp 22.000.

Während sich die Bestände an den Sammelplätzen erhöhen machen sich die ersten Vögel bereits auf den Weiterflug Richtung Frankreich und Spanien. Sie nutzen hierbei die bekannten Zugrouten über Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Ein Hauptzugkorridor führt auch über den Kiebitzgrund. Im vergangen Herbst stieg die Zahl der Sichtungen nochmals deutlich an. So wurden über 71.300 Kraniche über dem Kiebitzgrund gezählt. Unter Abzug von Doppelsichtungen überquerten damit mehr als 36.000 Kraniche unser Erfassungsgebiet. Die ersten kleineren Gruppen wurden bereits über dem Kiebitzgrund gesichtet. Sobald sich die Wetterlage umstellt, im Idealfall ein Kälteeinbruch von Norden mit einer nord- bis nordöstlichen Windströmung, brechen die Kraniche von ihren Sammelplätzen auf und treten ihre Reise gen Süden an. Mit ihrer ausgeprägten V-Formation und dem lauten trompetenhaften Ruf sind die imposanten Zugvögel schon von weitem zu hören.

Zur Erfassung der Vögel hält der Verein auch in diesem Jahr Erfassungsbogen bereit. Hierauf ist das Datum und die genaue Uhrzeit, die etwaige Flughöhe (niedrig, mittel, hoch), die Anzahl der Vögel und deren Flugrichtung sowie der eigene Beobachtungsstandort mit den aktuellen Wetterdaten zu erfassen. Erfassungsbögen liegen in der SB-Zone der VR-Bank NordRhön eG, Geschäftsstelle Langenschwarz aus und können auf der Internetseite des Vereines http://www.plkev.de/ geladen werden.

So erfasste Beobachtungen bitten wir einzureichen an:

Ernst Pfingstgräff, Schlossweg 16, in Langenschwarz (Email: epf@web.de).

Erfassungsbogen können auch direkt in der Geschäftsstelle Langenschwarz der VR-Bank NordRhön eG abgegeben oder eingeworfen werden.

Auf Ihre tatkräftige Unterstützung freuen sich die Vogelbeobachter um den Verein Pro Lebensraum Kiebitzgrund e.V.

Bild: S. Pfützke / Green-Lens.de